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Die fünf Durchführungswege

Seit dem Jahr 2002 kann jeder Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber verlangen, dass dieser Teile des Einkommens in Altersvorsorgebeiträge umwandelt.

Direktversicherung
Der Arbeitgeber schließt als Einzel- oder Gruppenvertrag eine Lebensversicherung für seinen Arbeitnehmer ab. Bei Verträgen, die nach dem 01.01.2005 geschlossen wurden, hat ein Jobwechsler einen Rechtsanspruch darauf, dass das gebildete Kapital auf die entsprechenden Einrichtungen des neuen Arbeitgebers übertragen wird. Diese „Portabilität“ ist auf einen Höchstbetrag von derzeit 61.800 € beschränkt.

Direktzusage
Der Arbeitgeber verpflichtet sich, seinem Beschäftigten genau festgelegte Leistungen im Ruhestand, zum Beispiel eine monatliche Rente, zu zahlen. Der Arbeitgeber bildet so genannte Pensionsrückstellungen. In diesem Fall muss der Arbeitgeber regelmäßig überprüfen, ob die Betriebsrente der Inflations-entwicklung angepasst werden muss. Arbeitnehmer können in diesem Durchführungsweg Lohn in beliebiger Höhe steuerfrei investieren. Damit das Geld im Konkursfall nicht verloren geht, muss das Unternehmen Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) zahlen.

Unterstützungskasse
Die betriebliche Altersvorsorge kann der Unternehmer auch an eine U-Kasse delegieren. Die U-Kassen sind rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen, etwa in Form einer GmbH. Häufig schließen sie zur Vereinfachung des Sparprozesses eine sogenannte Rückdeckungsversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers ab. Auch U-Kassen-Zusagen sind über den PSVaG gesichert.      
Bei der U-Kasse ist im Gegensatz zu Pensionskassen und -fonds sowie zu Direktversicherungen die Mitnahme der Anwartschaften (Portabilität) nicht gesetzlich geregelt. Der Arbeitnehmer kann von seinem neuen Arbeitgeber nicht verlangen, den Rückdeckungsvertrag der U-Kasse zu übernehmen. Er darf die Police auch nicht privat weiterführen. Liegt beim Jobwechsel eine Unterdeckung vor (der Vertragswert liegt unter den bis dahin eingezahlten Beiträgen), verlangt das Vertragsgesetz vom Versicherer, die Police zu kündigen. Hat der Mitarbeiter von seinem Lohn per Gehaltsumwandlung einbezahlt, so ist das Geld „unverfallbar", muss mithin ausbezahlt werden.

Pensionskasse
Pensionskassen wurden von Unternehmen gegründet; oft werden sie auch von Versicherungs-gesellschaften getragen. Auch hier können Arbeitnehmer unbegrenzt steuerfrei in ihren Vorsorgevertrag investieren. Die Kassen müssen das Vermögen konservativ, das heißt sicherheitsorientiert, anlegen. Sie dürfen daher nicht mit den Pensionsfonds verwechselt werden. Und auch hier müssen Unternehmen die Höhe der ausgezahlten Betriebsrente alle drei Jahre an das Inflationsniveau anpassen - sofern die wirtschaftliche Lage des ehemaligen Arbeitgebers eine Anpassung zulässt.

Pensionsfonds
Anders als Pensionskassen dürfen die Pensionsfonds die Gelder flexibel, zum Beispiel mit einem hohen Aktienanteil, anlegen. Der Arbeitnehmer hat dadurch höhere Renditechancen, er trägt aber auch ein höheres Risiko. Die Fonds müssen das eingezahlte Kapital, nicht aber dessen Verzinsung, garantieren.





Steuern und Sozialabgaben bei „Altverträgen“
Direktversicherung, die vor 2005 geschlossen wurden, laufen beim bisherigen Altersvorsorge-Träger weiter, der das angesammelte Guthaben auch verzinst. Die Beiträge zu diesen Verträge werden weiterhin pauschalversteuert (20%), wenn dies vereinbart wurde.
Beiträge zu Altverträgen sind nur dann von den Sozialabgaben befreit, wenn Sie aus „Sonderzahlungen“ wie Urlaubs- oder Weihnachtgeld gespeist werden.

Weitere Informationen:

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