Lebensversicherungen gewinnen in der Krise
Viele Anleger suchen nach einer krisenfesten Geldanlage. In schlechten Zeiten wird eigentlich Langweiliges plötzlich attraktiv. So geht es derzeit nicht nur dem Sparbuch, auch klassische Lebensversicherungen sind wieder gefragt.
Bis 2004 waren Lebensversicherungen beliebt, weil die Erträge stabil und steuerfrei waren. Seit die Steuerfreiheit entfiel, verkauften sich klassische Lebensversicherungen nicht mehr sonderlich gut. Fondsgebunde Varianten eroberten den Markt. Doch durch die Börsenbaisse rutschten nun diese in die Miesen, denn fondsgebundene Policen besitzen keine garantierte Mindestverzinsung. Die riesigen Verluste in riskanteren Anlageformen lenken den Blick wieder auf sichere Anlagen. Hierzu zählt auch die klassische Lebensversicherungen.
Eine klassische Lebensversicherung bietet den vielfach gewünschten Kapitalerhalt, trotz der mageren Garantie-Verzinsung von derzeit 2,25 %. Denn hinzu kommen Überschüsse, die der Versicherer im sogenannten Deckungsstock erwirtschaftet. Dort ist das meiste Geld in festverzinlichen Papieren angelegt. Im Falle von Bankpapieren sind im Moment zwar ein paar Zweifel bezüglich Sicherheit erlaubt. Doch werden die Banken gerettet und das Geschäft zwischen den Banken läuft wieder wie früher, sind diese Papiere in den Depots der Versicherer kein Rendite-Risiko mehr.
Wirklich riskante Anlagen finden sich in den Lebensversicherungen nur mit einem Anteil von 10 - 15 %. Dazu zählen vor allem Aktien, doch deren Quoten sind im Zuge der Börsenbaisse weiter abgebaut worden. Im Schnitt sind es nun deutlich weniger als 10 % sein. Zwar entstehen Verluste, wenn Aktien unter Wert verkauft werden müssen. Doch für die Überschüsse der Lebensversicherung hält sich dieser Effekt in Grenzen.
Die Frage ist, ob die Versicherer für 2009 noch eine Überschussbeteiligung von derzeit in der Spitze ca. 5 % ausweisen können? Mit der Veröffentlichung dieser Werte zum Jahresende wird sich zeigen, welche Versicherer nur geringe Korrekturen machen müssen oder ob sie nur noch die garantierte Verzinzung bieten können. Wenn dann die Lebensversicherungen mehr als vier Prozent Überschussbeteiligung ausweisen werden (in diesem Jahr waren im Durchschnitt noch 4,6 Prozent), wäre dies wesentlich besser, als die Ergebnisse von vielen anderen Anlageprodukten. Lebensversicherungen würden damit im langfristigen Mittel eine Stabilität beweisen, von der man anderswo nur träumen kann.
Da Lebensversicherungen nach wie vor steuerlich begünstigt sind und nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, ist es deshalb gut möglich, dass die Altersvorsorge über Lebensversicherungen auch mittelfristig als Gewinner aus der aktuellen Krise hervorgehen wird.
Für den Anleger und Vorsorger ist aber eine Beratung entscheidend, die die für ihn richtige Anlagestrategie entwickelt und die passenden Produkte auswählt. Daher baut die partnerassekuranz auf die Kooperation innhalb der DGSF -Deutsche Gesellschaft für Strategische Finanzplanung e.V., damit objektiv, unabhängig und umfassend beraten werden kann.
